das kann doch nicht alles sein.
gerade eben habe ich durch die 30-jahr-jubiläumsausgabe des falter geschmökert. unter den vielen hochspannenden beiträgen aus drei jahrzehnten gibt es auch ein interview zur wende 2000. darin sagt der immer gern gehörte und gelesene k. p. liessmann sinngemäß, dass das beste an der (damals) neuen regierung noch das abtreten der alten sei.
ähnlich klingt günter traxler in seiner jüngsten standard-kolumne, wenn er meint, der größte grund zur freude nach einem jahr rot-schwarz sei es, die "stützen der schüssel'schen gesellschaft" losgeworden zu sein.
und so daneben dürften liessmann und traxler nicht liegen, auch was das politische empfinden vieler wählerInnen angeht: jubel über eine regierung erwartet sowieso keiner. man ist anscheinend dermaßen desillusioniert, dass das loswerden der alten gesichter der einzige lichtblick des machtwechsels bleibt. besseres kommt eh nicht nach, hat man in den letzten jahrzehnten gelernt.
und da muss ich dann sagen: das kann es doch nicht sein! zumindest in meinem naiven politikverständnis will ich den anspruch an ein demokratisches system stellen, dass es noch echten grund zur freude über einen regierungswechsel geben kann. andernfalls hieße das, dass egal ist, wer regiert, weil sämtliche alternativen ohnehin more of the same shit produzieren würden.
und das ist schlicht und einfach inakzeptabel.
ähnlich klingt günter traxler in seiner jüngsten standard-kolumne, wenn er meint, der größte grund zur freude nach einem jahr rot-schwarz sei es, die "stützen der schüssel'schen gesellschaft" losgeworden zu sein.
und so daneben dürften liessmann und traxler nicht liegen, auch was das politische empfinden vieler wählerInnen angeht: jubel über eine regierung erwartet sowieso keiner. man ist anscheinend dermaßen desillusioniert, dass das loswerden der alten gesichter der einzige lichtblick des machtwechsels bleibt. besseres kommt eh nicht nach, hat man in den letzten jahrzehnten gelernt.
und da muss ich dann sagen: das kann es doch nicht sein! zumindest in meinem naiven politikverständnis will ich den anspruch an ein demokratisches system stellen, dass es noch echten grund zur freude über einen regierungswechsel geben kann. andernfalls hieße das, dass egal ist, wer regiert, weil sämtliche alternativen ohnehin more of the same shit produzieren würden.
und das ist schlicht und einfach inakzeptabel.
laurenzennser - 30. Sep, 00:00
