ausländer für strache: es gibt sie.
es ist leider ein wenig untersuchtes phänomen, das sich bis jetzt eher an einzelnen beobachtungen und allgemeinen vermutungen diskutieren lässt, als dass man hartes datenmaterial zur verfügung hätte: aber es gibt sie, die serbischen, bosnischen und türkischen einwanderer, die fpö wählen. und nach meiner meinung sind es mehr, als man annehmen möchte.
das wie immer exzellente datum bringt im november eine titelgeschichte zu dem thema.
und auch wenn es nicht nur auf den ersten, sondern auch auf den zweiten blick paradox erscheint: es gibt gute gründe dafür, dass sich besonders junge migranten von straches gehabe angesprochen fühlen. erstens greift er, wie alle populisten, bewusst die unzufriedenheit der unterprivilegierten auf. zweitens passt seine macho-rhetorik zuweilen ganz gut in milieus, in denen ein traditionelles rollenbild noch stark ausgeprägt ist. und drittens sind in eben jenen gesellschaften nationalstolz und patriotismus in der werteskala oft noch ganz weit oben (was mich an die afghanischen burschen an meinem zivi-arbeitsplatz erinnert, die nach knapp einem jahr aufenthalt hierzulande schon richtig deprimiert sind, wenn österreich im fußball verliert).
eine gewisse schizophrenie ist diesem phänomen nicht abzusprechen. womit eine voraussetzung für schmerzfreies österreicher-sein wiederum erfüllt wäre.
das wie immer exzellente datum bringt im november eine titelgeschichte zu dem thema.
und auch wenn es nicht nur auf den ersten, sondern auch auf den zweiten blick paradox erscheint: es gibt gute gründe dafür, dass sich besonders junge migranten von straches gehabe angesprochen fühlen. erstens greift er, wie alle populisten, bewusst die unzufriedenheit der unterprivilegierten auf. zweitens passt seine macho-rhetorik zuweilen ganz gut in milieus, in denen ein traditionelles rollenbild noch stark ausgeprägt ist. und drittens sind in eben jenen gesellschaften nationalstolz und patriotismus in der werteskala oft noch ganz weit oben (was mich an die afghanischen burschen an meinem zivi-arbeitsplatz erinnert, die nach knapp einem jahr aufenthalt hierzulande schon richtig deprimiert sind, wenn österreich im fußball verliert).
eine gewisse schizophrenie ist diesem phänomen nicht abzusprechen. womit eine voraussetzung für schmerzfreies österreicher-sein wiederum erfüllt wäre.
laurenzennser - 25. Okt, 19:30
