goodbye, john howard!
so lautet die wunschbotschaft vieler an den australischen premier, der morgen bei den parlamentswahlen tatsächlich in die pension verabschiedet werden könnte. seine liberal party liegt laut jüngsten umfragen deutlich hinter der oppositionellen labor party.
besonders in europa wünschen sich einige (nicht nur linke) einen machtwechsel in down under. denn john howard war während seiner regierungsjahre bei zwei großen themen auf einer linie mit george bush. in den irakkrieg hat der australische premier zu beginn 1300 soldaten geschickt, von denen noch knapp die hälfte verblieben ist. und beim klimaschutz hat sich howard mit bush in die gruppe der kyoto-verweigerer eingereiht. insofern gibt es aussicht auf einen pro-europäischen kurswechsel, sollte labor mit kevin rudd tatsächlich triumphieren.
während die augen der welt also kurz einmal nach süden schwenken, um den wahlausgang dort zu beobachten, möchte ich die aufmerksamkeit auf einen interessanten faktor im politischen system australiens lenken: das wahlsystem.
die aussies wählen nach einem präferenzsystem, bei dem alle kandidatInnen auf dem stimmzettel nach präferenz gereiht werden. der/die am meisten bevorzugte bekommt 1, der/die zweite 2, der/die dritte 3, und so weiter.
allerdings kann nur ein sitz pro wahlkreis vergeben werden. deswegen kommt es zu einem längeren prozedere: zuerst wird der letztgereihte kandidat eliminiert, dann werden seine erststimmen nach zweitpräferenz auf die anderen aufgeteilt. dasselbe passiert nun mit dem vorletzten kandidaten, bis ein kandidat über 50 & plus eine stimme verfügt.
hier gibt es ein anschauliches beispiel dazu.
besonders in europa wünschen sich einige (nicht nur linke) einen machtwechsel in down under. denn john howard war während seiner regierungsjahre bei zwei großen themen auf einer linie mit george bush. in den irakkrieg hat der australische premier zu beginn 1300 soldaten geschickt, von denen noch knapp die hälfte verblieben ist. und beim klimaschutz hat sich howard mit bush in die gruppe der kyoto-verweigerer eingereiht. insofern gibt es aussicht auf einen pro-europäischen kurswechsel, sollte labor mit kevin rudd tatsächlich triumphieren.
während die augen der welt also kurz einmal nach süden schwenken, um den wahlausgang dort zu beobachten, möchte ich die aufmerksamkeit auf einen interessanten faktor im politischen system australiens lenken: das wahlsystem.
die aussies wählen nach einem präferenzsystem, bei dem alle kandidatInnen auf dem stimmzettel nach präferenz gereiht werden. der/die am meisten bevorzugte bekommt 1, der/die zweite 2, der/die dritte 3, und so weiter.
allerdings kann nur ein sitz pro wahlkreis vergeben werden. deswegen kommt es zu einem längeren prozedere: zuerst wird der letztgereihte kandidat eliminiert, dann werden seine erststimmen nach zweitpräferenz auf die anderen aufgeteilt. dasselbe passiert nun mit dem vorletzten kandidaten, bis ein kandidat über 50 & plus eine stimme verfügt.
hier gibt es ein anschauliches beispiel dazu.
laurenzennser - 23. Nov, 17:28
