der identifikationsschmäh.
jetzt ist es fix: niederösterreich wählt den landtag am 9. märz. wer dieses land ein bisschen kennt, der weiß, dass die politische landschaft hier anders ist als anderswo. die niederösterreichische vp ist nach meiner einschätzung in punkto machtbewusstsein, überheblichkeit und allmachtsanspruch ziemlich unangefochten im bundesgebiet.
diese vormachtstellung hat viele gründe. zum einen ist die medienlandschaft in niederösterreich nicht im besten zustand. in allen anderen bundesländern gibt es eigene tageszeitungen (von der wiener zeitung über die salzburger nachrichten bis zur tiroler tageszeitung). in niederösterreich gibt es die nön, deren chefredakteur schon mal auf der titelseite mit eine övp-nö-sackerl posiert – gemeinsam mit dem landeshauptmann natürlich. die großen medien werden erwin pröll sicherlich auch nicht lästig: mit der krone gibt es gute verbindungen und beim kurier reicht ein blick auf die eigentümerstruktur (raiffeisen!). dass der orf nö hierzulande den beinamen „pröll heute“ trägt, wundert da auch nicht mehr.
die medienlandschaft erklärt vieles, aber nicht alles. zur vormachtstellung der övp in niederösterreich (und ähnliches gilt für wien und die spö) gehört eine identifikationskette, die sich auch in vielen gemeinden in ähnlicher form findet. und die geht ungefähr so:
niederösterreich = „land“ = landesverwaltung = övp
möglichst verwechselbares design von landes– und parteimedien, null unterscheidung zwischen pröll als landeshauptmann und parteivorsitzendem, „das land“ ist die volkspartei, so soll es verstanden werden. wer gegen die övp ist, ist gegen das land – und umgekehrt. in leichter abschwächung gibt es das auch in wien, nur eben mit roten vorzeichen.
auch viele gemeinden erleben das: fragen wir einmal 100 menschen in einer nö-gemeinde, ob sie den unterschied zwischen der offiziellen gemeindezeitung und jener der övp kennen. da würden wir staunen.
diese vormachtstellung hat viele gründe. zum einen ist die medienlandschaft in niederösterreich nicht im besten zustand. in allen anderen bundesländern gibt es eigene tageszeitungen (von der wiener zeitung über die salzburger nachrichten bis zur tiroler tageszeitung). in niederösterreich gibt es die nön, deren chefredakteur schon mal auf der titelseite mit eine övp-nö-sackerl posiert – gemeinsam mit dem landeshauptmann natürlich. die großen medien werden erwin pröll sicherlich auch nicht lästig: mit der krone gibt es gute verbindungen und beim kurier reicht ein blick auf die eigentümerstruktur (raiffeisen!). dass der orf nö hierzulande den beinamen „pröll heute“ trägt, wundert da auch nicht mehr.
die medienlandschaft erklärt vieles, aber nicht alles. zur vormachtstellung der övp in niederösterreich (und ähnliches gilt für wien und die spö) gehört eine identifikationskette, die sich auch in vielen gemeinden in ähnlicher form findet. und die geht ungefähr so:
niederösterreich = „land“ = landesverwaltung = övp
möglichst verwechselbares design von landes– und parteimedien, null unterscheidung zwischen pröll als landeshauptmann und parteivorsitzendem, „das land“ ist die volkspartei, so soll es verstanden werden. wer gegen die övp ist, ist gegen das land – und umgekehrt. in leichter abschwächung gibt es das auch in wien, nur eben mit roten vorzeichen.
auch viele gemeinden erleben das: fragen wir einmal 100 menschen in einer nö-gemeinde, ob sie den unterschied zwischen der offiziellen gemeindezeitung und jener der övp kennen. da würden wir staunen.
laurenzennser - 10. Jan, 15:32
