ich würde obama wählen.
ohne, dass ich das programm der kandidaten über jenes maß, das einem die lektüre gängiger tageszeitungen vermittelt, studiert hätte. und auch, wenn ich mir vorstellen könnte, dass hillary clinton eine beeindruckende präsidentin wäre. würde ich eine stimme bei den demokratischen vorwahlen in den usa haben, dann ginge sie an barack obama.
nicht, weil er charismatisch redet. nicht, weil er junge menschen anspricht. nicht, weil er einen fast religiösen duktus in seinen botschaften hat. mein grund wäre viel banaler und berechnender:
barack obama ist jener kandidat, der am ehesten john mccain schlagen kann.
und darauf wird es, so wie die dinge stehen, im november ankommen. die demokraten haben momentan ein luxusproblem, das man sonst eher von real madrid kannte: mehr glamuröse führungsfiguren als verfügbare plätze auf dem spielfeld. da gilt es, jene person zu wählen, die sich am besten ins taktische konzept fügt.
sollte john mccain tatsächlich für die republikaner ins rennen gehen, dann hat obama gegenüber clinton mehrere vorzüge: er bildet allein vom alter den besseren kontrapunkt, außerdem hat er als irakkriegsgegner gegenüber dem soldaten mccain eine bessere position als clinton, die 2003 für den einmarsch war. besonders wichtig: er polarisiert weniger als hillary clinton, und kann - wie mccain - besonders bei unabhängigen wählerInnen punkten. und von den "independents" wird im herbst viel abhängen.
nicht, weil er charismatisch redet. nicht, weil er junge menschen anspricht. nicht, weil er einen fast religiösen duktus in seinen botschaften hat. mein grund wäre viel banaler und berechnender:
barack obama ist jener kandidat, der am ehesten john mccain schlagen kann.
und darauf wird es, so wie die dinge stehen, im november ankommen. die demokraten haben momentan ein luxusproblem, das man sonst eher von real madrid kannte: mehr glamuröse führungsfiguren als verfügbare plätze auf dem spielfeld. da gilt es, jene person zu wählen, die sich am besten ins taktische konzept fügt.
sollte john mccain tatsächlich für die republikaner ins rennen gehen, dann hat obama gegenüber clinton mehrere vorzüge: er bildet allein vom alter den besseren kontrapunkt, außerdem hat er als irakkriegsgegner gegenüber dem soldaten mccain eine bessere position als clinton, die 2003 für den einmarsch war. besonders wichtig: er polarisiert weniger als hillary clinton, und kann - wie mccain - besonders bei unabhängigen wählerInnen punkten. und von den "independents" wird im herbst viel abhängen.
laurenzennser - 3. Feb, 21:08
