olympische gedanken
steven spielberg zieht also sein engagement für die olympischen sommerspiele in peking zurück. grund dafür ist die zweifelhafte blockaderolle, die china im darfur-konflikt spielt. eine kurze und treffende analyse dazu findet sich hier.
die reaktion aus peking kommt nicht überraschend: der rückzug sei absurd, man könne dem land keine verantwortung für den afrikanischen krisenherd andichten. aber auch die eu und das internationale olympische komitee meinen einhellig, dass man die spiele nicht für politische zwecke instrumentalisieren dürfe.
abgesehen davon, dass sich trefflich argumentieren ließe, dass china genau diese absicht verfolgt, nämlich politischen nutzen aus dem sportereignis zu ziehen, stellt sich da eine prinzipielle frage:
wie politisch kann/darf/muss der sport sein? in meinen augen hat es überhaupt keinen sinn, diese beiden bereiche künstlich voneinander trennen, wo sie doch auf vielen ebenen miteinander eng verknüpft sind. nicht nur, weil die olympischen spiele der neuzeit ja ursprünglich die völkerverständigung zum ziel hatten. auch, weil ein derart großes öffentliches und mediales ereignis, an dem fast alle staaten der welt teilnehmen, per se politische implikationen hat.
ganz naiv gedacht, kann man auch so argumentieren: im sport zählt leistung. wer höher springt, schneller läuft oder weiter wirft, der bekommt anerkennung. es ist (im prinzip) nicht ausschlaggebend, welche hautfarbe, welche politische überzeugung, welchen sozialen hintergrund, welche sexuelle präferenzen oder welches glaubenbekenntnis man hat. dass soll nicht heißen, dass es keinen rassismus, keine homophobie oder ähnliches im sport gäbe. aber vor den grundgesetzen des wettkampfes sind alle gleich. und auf einem ähnlichen prinzip - der gleichheit vor dem staatlichen gesetz - fußt der demokratische rechtsstaat.
wer also meint, sport und politik soll man schön trennen, verkennt nicht nur die realität, sondern hat schlicht und einfach beide nicht verstanden.
die reaktion aus peking kommt nicht überraschend: der rückzug sei absurd, man könne dem land keine verantwortung für den afrikanischen krisenherd andichten. aber auch die eu und das internationale olympische komitee meinen einhellig, dass man die spiele nicht für politische zwecke instrumentalisieren dürfe.
abgesehen davon, dass sich trefflich argumentieren ließe, dass china genau diese absicht verfolgt, nämlich politischen nutzen aus dem sportereignis zu ziehen, stellt sich da eine prinzipielle frage:
wie politisch kann/darf/muss der sport sein? in meinen augen hat es überhaupt keinen sinn, diese beiden bereiche künstlich voneinander trennen, wo sie doch auf vielen ebenen miteinander eng verknüpft sind. nicht nur, weil die olympischen spiele der neuzeit ja ursprünglich die völkerverständigung zum ziel hatten. auch, weil ein derart großes öffentliches und mediales ereignis, an dem fast alle staaten der welt teilnehmen, per se politische implikationen hat.
ganz naiv gedacht, kann man auch so argumentieren: im sport zählt leistung. wer höher springt, schneller läuft oder weiter wirft, der bekommt anerkennung. es ist (im prinzip) nicht ausschlaggebend, welche hautfarbe, welche politische überzeugung, welchen sozialen hintergrund, welche sexuelle präferenzen oder welches glaubenbekenntnis man hat. dass soll nicht heißen, dass es keinen rassismus, keine homophobie oder ähnliches im sport gäbe. aber vor den grundgesetzen des wettkampfes sind alle gleich. und auf einem ähnlichen prinzip - der gleichheit vor dem staatlichen gesetz - fußt der demokratische rechtsstaat.
wer also meint, sport und politik soll man schön trennen, verkennt nicht nur die realität, sondern hat schlicht und einfach beide nicht verstanden.
laurenzennser - 15. Feb, 22:38
