die nigerianische övp.
ein hochinteressantes interview führt maria sterkl (mir via schwesterherz bekannt aus wilderen jugendtagen) auf derstandard.at. ein offensichtlich aus nigeria stammender junger mann gründet einen „verein konservativer migranten“ und findet unterstützung bei der övp, bekommt sogar ein büro in der lichtenfelsgasse.
das mag auf den ersten blick verwirrend wirken, aber die kernaussage des interviews ist in meinen augen völlig richtig: die meisten migrantInnen kommen aus sehr konservativen, oft stark religiösen milieus. da wäre die nähe zu einer konservativ-religiös geprägten partei eigentlich die natürlichste sache der welt – stünde einer annäherung nicht die asyl-, einwanderungs- und integrationspolitik der övp diametral entgegen.
aber immerhin: willi molterer trifft migrantInnen zum frühstück. auch nicht schlecht zu wissen. und mit dem letzten satz im interview bekommt die lektüre desselben auch noch einen – wenn auch unfreiwilligen – komischen schlusspunkt:
„Die ÖVP ist sicher eine sehr interessante Partei für mich, weil sie in einigen Dingen manchen nigerianischen Parteien ähnelt.“
das mag einiges an der ungewöhnlichen allianz erklären. das deutsche auswärtige amt belehrt uns nämlich über das nigerianische parteiensystem:
„[… ] eine Ausrichtung an bestimmte Interessensvertretungen oder gar Weltanschauungen gibt es bei den großen Parteien nicht […]“
na dann.
das mag auf den ersten blick verwirrend wirken, aber die kernaussage des interviews ist in meinen augen völlig richtig: die meisten migrantInnen kommen aus sehr konservativen, oft stark religiösen milieus. da wäre die nähe zu einer konservativ-religiös geprägten partei eigentlich die natürlichste sache der welt – stünde einer annäherung nicht die asyl-, einwanderungs- und integrationspolitik der övp diametral entgegen.
aber immerhin: willi molterer trifft migrantInnen zum frühstück. auch nicht schlecht zu wissen. und mit dem letzten satz im interview bekommt die lektüre desselben auch noch einen – wenn auch unfreiwilligen – komischen schlusspunkt:
„Die ÖVP ist sicher eine sehr interessante Partei für mich, weil sie in einigen Dingen manchen nigerianischen Parteien ähnelt.“
das mag einiges an der ungewöhnlichen allianz erklären. das deutsche auswärtige amt belehrt uns nämlich über das nigerianische parteiensystem:
„[… ] eine Ausrichtung an bestimmte Interessensvertretungen oder gar Weltanschauungen gibt es bei den großen Parteien nicht […]“
na dann.
laurenzennser - 26. Mai, 01:15
