sinnlose us-umfragen.
obama liegt 15 prozent vor mccain, lässt uns orf.at wissen. umfragen sind halt so eine geschichte. derzeit geistern auch österreichische umfragen mit höchst divergenten ergebnissen in den medien herum (hier und hier).
doch während in österreich bundesweite umfragen zumindest von der logik des wahlsystems her sinnvoll sind, nützen sie in den usa relativ wenig. deswegen gibt es so fantastische seiten wie diese hier:
www.electoral-vote.com
nicht zum ersten mal verweise ich darauf. aber diese seite mit täglichen updates gibt einen guten einblick in die tatsächlichen verhältnisse, weil hier umfragen aus den einzelnen staaten aggregiert werden und dann anhand des us-amerikanischen wahlmänner-systems das jeweilige resultat berechnet wird.
die wahlen gewinnt eben, wer mehr electoral votes auf sich vereinigen kann, wobei in den einzelnen staaten mit wenigen ausnahmen winner-take-all systeme angewendet werden. so schwachsinnig dieses system auch gegenüber einer simplen volkswahl (und einer eventuellen stichwahl), wo die absolute mehrheit entscheidet, erscheint, so sehr prägt es den wahlkampf und die strategie der kandidaten.
interessantes detail: da das wahlsystem nur per – realpolitisch unerreichbarer – verfassungsänderung gewechselt werden kann, versuchen einige staaten, dies zu umgehen und eine änderung durch die hintertür zu erreichen. der national popular vote interstate compact bedeutet, dass sich staaten darauf einigen, ihre electoral votes unabhängig vom staatlichen wahlausgang dem kandidaten mit bundesweit den meisten stimmen zuzuschlagen. damit würde das wahlmänner-system hinterrücks ausgehebelt.
doch während in österreich bundesweite umfragen zumindest von der logik des wahlsystems her sinnvoll sind, nützen sie in den usa relativ wenig. deswegen gibt es so fantastische seiten wie diese hier:
www.electoral-vote.com
nicht zum ersten mal verweise ich darauf. aber diese seite mit täglichen updates gibt einen guten einblick in die tatsächlichen verhältnisse, weil hier umfragen aus den einzelnen staaten aggregiert werden und dann anhand des us-amerikanischen wahlmänner-systems das jeweilige resultat berechnet wird.
die wahlen gewinnt eben, wer mehr electoral votes auf sich vereinigen kann, wobei in den einzelnen staaten mit wenigen ausnahmen winner-take-all systeme angewendet werden. so schwachsinnig dieses system auch gegenüber einer simplen volkswahl (und einer eventuellen stichwahl), wo die absolute mehrheit entscheidet, erscheint, so sehr prägt es den wahlkampf und die strategie der kandidaten.
interessantes detail: da das wahlsystem nur per – realpolitisch unerreichbarer – verfassungsänderung gewechselt werden kann, versuchen einige staaten, dies zu umgehen und eine änderung durch die hintertür zu erreichen. der national popular vote interstate compact bedeutet, dass sich staaten darauf einigen, ihre electoral votes unabhängig vom staatlichen wahlausgang dem kandidaten mit bundesweit den meisten stimmen zuzuschlagen. damit würde das wahlmänner-system hinterrücks ausgehebelt.
laurenzennser - 21. Jun, 14:09
