jaja, die wirtschaftskompetenz …
neulich stolperte ich über eine umfrage zur wirtschaftskompetenz der spitzenkandidaten (waren damals noch lauter männer) der antretenden parteien. darin wird den frontmännern der großparteien von einem knappen drittel wirtschaftskompetenz zugebilligt, dinkhauser (!) kommt auf 25 prozent, van der bellen auf 20, strache auf 16, westenthaler auf 10.
nicht nur, dass mich das ergebnis etwas überrascht, es mutet in meinen augen auch die fragestellung komisch an. denn was bedeutet wirtschaftskompetenz eigentlich?
ich habe so die vermutung, dass damit fast ausschließlich unternehmerische, also betriebswirtschaftliche kompetenz gemeint ist. wahrscheinlich würde hans-peter haselsteiner, boris nemsic oder christian konrad hohe wirtschaftskompetenz attestiert werden.
für politikerInnen sollte aber anderes gelten.
da mag betriebswirtschaftliche kompetenz durchaus vorteilhaft sein. allerdings darf man nicht – wie weiland karl-heinz grasser – dem trugschluss aufsitzen, bei einem staat handle es sich quasi um eine große firma, die bloß gemanagt gehöre. dann werden wählerInnen zu aktionärInnen, die regierung zum management und das parlament zum aufsichtsrat.
aber die wirtschaftlichen herausforderungen an staaten sind nun mal andere, da sie nicht per se gewinnorientiert arbeiten (sollen), sondern andere ziele (wohlstand, hohe lebensqualität, sicherheit, bildung, sozialer friede, …) verfolgen.
die wirtschaftskompetenz, die politikerInnen brauchen ist deshalb viel stärker eine volkswirtschaftliche. wer ein unternehmen erfolgreich führt, bringt nicht automatisch die nötigen voraussetzungen dafür mit, gute wirtschaftspolitik zu betreiben. wirtschaft ist eben nicht gleich wirtschaft.
nicht nur, dass mich das ergebnis etwas überrascht, es mutet in meinen augen auch die fragestellung komisch an. denn was bedeutet wirtschaftskompetenz eigentlich?
ich habe so die vermutung, dass damit fast ausschließlich unternehmerische, also betriebswirtschaftliche kompetenz gemeint ist. wahrscheinlich würde hans-peter haselsteiner, boris nemsic oder christian konrad hohe wirtschaftskompetenz attestiert werden.
für politikerInnen sollte aber anderes gelten.
da mag betriebswirtschaftliche kompetenz durchaus vorteilhaft sein. allerdings darf man nicht – wie weiland karl-heinz grasser – dem trugschluss aufsitzen, bei einem staat handle es sich quasi um eine große firma, die bloß gemanagt gehöre. dann werden wählerInnen zu aktionärInnen, die regierung zum management und das parlament zum aufsichtsrat.
aber die wirtschaftlichen herausforderungen an staaten sind nun mal andere, da sie nicht per se gewinnorientiert arbeiten (sollen), sondern andere ziele (wohlstand, hohe lebensqualität, sicherheit, bildung, sozialer friede, …) verfolgen.
die wirtschaftskompetenz, die politikerInnen brauchen ist deshalb viel stärker eine volkswirtschaftliche. wer ein unternehmen erfolgreich führt, bringt nicht automatisch die nötigen voraussetzungen dafür mit, gute wirtschaftspolitik zu betreiben. wirtschaft ist eben nicht gleich wirtschaft.
laurenzennser - 29. Jul, 11:03
