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Mittwoch, 17. September 2008

umfragen-update

so, hier mal wieder die gesammelten umfragen aus dem wahlkampf seit anfang juli. zwar weisen die meisten erhebungen eher kleine samples und damit größere schwankungsbreiten auf. trotzdem lässt sich aus der großen zahl an umfragen ein einigermaßen gutes bild zeichnen. und das sieht so aus:

umfragen1

die spö liegt knapp vorne, aber der vorsprung ist noch keineswegs sicher. hier gilt es die umfragen dieser woche (meist kommen sie in der zweiten wochenhälfte) abzuwarten, um mehr zu sagen. trotzdem werden am ende für die spö eher verluste stehen, die 35 prozent aus 2006 sind wohl zu weit weg.

die övp liegt knapp aber durchwegs auf platz zwei bei rund 27 prozent, das sind 7 prozent weniger als 2006. wenn die övp nicht weit unter 30 prozent landen will, muss sie sich etwas einfallen lassen.

die fpö liegt gegenüber ihrem 2006er-resultat von 11 prozent sehr gut. bei rund 18 prozent hat sie sich derzeit eingependelt. einen leichten dämpfer hat ihr das antreten von jörg haider als spitzenkandidat des bzö versetzt. trotzdem ist sie derzeit die große gewinnerin.

die grünen hatten eine gute frühphase und sind seither auf rund 12 prozent zurückgefallen. das wäre zwar noch immer ein leichts plus, aber weniger als das wahlziel von rund 15 prozent. glaubt man dieser grafik, dann geht der rückgang auf kosten des spö-zuwachses. lif und martin balluch (der kam anfang september zum tragen). aber tatsächlich: die umfragewerte der grünen und der spö ab juli korrelieren mit r=-0,69, was statistisch ein sehr hoher grad an zusammenhang ist.

das bzö legt in den letzten wochen zu. die spitzenkandidatur haiders macht sich scheint’s bezahlt. negative korrelation (d. h. wenn einer runtergeht, geht der andere rauf) gibt es mit der övp (r=-0,36) und natürlich der fpö (-0,43).

das lif hält sich relativ konstant an der vier-prozent-hürde. hohe negative korrelation gibt es mit der spö (r=-0,47).

die liste fritz tut sich schwer. die chancen auf einen einzug in den nationalrat dürften mittlerweile deutlich unter jenen des lif liegen.

laurenzennser

„Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben.“ (Kurt Tucholsky)

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laurenz ennser, *1982
• studienassistent institut f. soziologie (uni wien) • student (politikwissenschaft)
• gemeinderat (langenlois/nö)

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