voggenhuber.
johannes voggenhuber hat sich in den letzten jahren innerhalb der grünen viele gegner geschaffen. stolzes ego, großes temperament und der drang zum querschießen erklären das nur zum teil. es ist auch eine systematische diskrepanz zwischen politikerInnen auf europäischer und auf nationaler ebene, die da mitspielt. und die gibt es nicht nur bei den grünen. man kann sich etwa vorstellen, was hannes swoboda – immerhin einer der wichtigsten leute in der sozialdemokratischen fraktion im europäischen parlament – vom krone-brief der herren gusenbauer und faymann gehalten hat.
aber zurück zu den grünen: am bundeskongress kommenden jänner treten mindestens drei personen für den ersten listenplatz für die wahlen zum europäischen parlament an: ulrike lunacek, eva lichtenberger und eben johannes voggenhuber.
alles ehrenwerte, verdiente persönlichkeiten, keine frage. ich hoffe aber jedenfalls, dass voggenhuber wieder spitzenkandidat wird. bei allen problemen in kommunikation, innerparteilichen verhalten, etc. muss man festhalten, dass niemand innerhalb der grünen in österreich im selben ausmaß wie voggenhuber das „big picture“ für die europäische sache hat. scharfen intellekt und rhetorisches talent kann man ihm soundso schwer absprechen.
und noch was: es wäre doch eine feine sache, würden die grünen die entscheidung über die reihung den wählerInnen selbst überlassen. das vorzugsstimmenwahlrecht für das europaparlament ist bedeutend besser ausgebaut als jenes für den österreichischen nationalrat. anstatt von 250 leuten am grünen bundeskongress könnten so die mehreren hunderttausend grünen wählerInnen die zukünftigen abgeordneten legitimieren.
aber zurück zu den grünen: am bundeskongress kommenden jänner treten mindestens drei personen für den ersten listenplatz für die wahlen zum europäischen parlament an: ulrike lunacek, eva lichtenberger und eben johannes voggenhuber.
alles ehrenwerte, verdiente persönlichkeiten, keine frage. ich hoffe aber jedenfalls, dass voggenhuber wieder spitzenkandidat wird. bei allen problemen in kommunikation, innerparteilichen verhalten, etc. muss man festhalten, dass niemand innerhalb der grünen in österreich im selben ausmaß wie voggenhuber das „big picture“ für die europäische sache hat. scharfen intellekt und rhetorisches talent kann man ihm soundso schwer absprechen.
und noch was: es wäre doch eine feine sache, würden die grünen die entscheidung über die reihung den wählerInnen selbst überlassen. das vorzugsstimmenwahlrecht für das europaparlament ist bedeutend besser ausgebaut als jenes für den österreichischen nationalrat. anstatt von 250 leuten am grünen bundeskongress könnten so die mehreren hunderttausend grünen wählerInnen die zukünftigen abgeordneten legitimieren.
laurenzennser - 16. Dez, 16:27
