[>>]

frankreich, die spö und christlicher marxismus

ad 1:
frankreich schickt ségolene royal und nicolas sarkozy in die stichwahl ums präsidentenamt. ganz ohne überraschung und so, wie es schon vor monaten erwartet worden war. die 11 prozent für jean-marie le pen schrecken nicht wirklich, immerhin waren das beim letzten mal um die 17. und es gibt ja auch andere länder, wo 11 prozent die extreme rechte wählen …

ad 2:
die spö wien macht etwas interessantes. nicht, dass ich mich bisher wahnsinnig in die wiener stadtpolitik vertieft hätte – die meisten infos dazu beziehe ich aus dem blog von christoph chorherr –, aber routinierte verwaltungs- und machtpolitik haben meinen eindruck bisher bestimmt. da tut etwas frischer wind gut: die spö möchte öffi-tarife sozial staffeln, bis hin zur freifahrt für sozial besonders schwache. nicht schlecht, kann mich erinnern, ähnliche vorschläge schon mal bei den grünen gehört zu haben (im zuge eines umfassenden grundsicherungskonzepts, wo mobilität auch einbezogen wurde). es steht allerdings zu befürchten, dass diese position nicht gerade populär ist (stichwort kronen zeitung). aber die spö wien könnte sich ein paar unpopuläre entscheidungen schon leisten …

ad 3:
mein chorkollege nils hat mich heute zu einer aufführung der nicaraguanischen „misa campesina“ im studentenviertel ålidhem geschleppt (mp3s hier – runterscrollen notwendig). die musikalische vortrag war mangelhaft, aber enthusiastisch. und die texte eine gehörige portion befreiungstheologie, zumindest soweit ich das aus dem spanischen ins schwedische übersetzte verstehen konnte. da wird gesungen vom „arbeitergott“, da wird „solidarität“ beschworen, da wird im kyrie gebetet, dass christus seine zuneigung nicht der „unterdrückenden klasse, die ihr land für einen dollar verkauft“ schenken möge, da werden die beklagt, die im gefängnis oder exil weilen, da werden in guter arbeitertradition der architekt, der ingeneur, der maurer etc. besungen …
und das beste: im lied zum credo wird pontius pilatus doch glatt als „römerimperialist“ beschimpft. wenn da nicht erinnerungen wach werden an … ja woran denn?

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

laurenzennser

„Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben.“ (Kurt Tucholsky)

who?

laurenz ennser, *1982
• studienassistent institut f. soziologie (uni wien) • student (politikwissenschaft)
• gemeinderat (langenlois/nö)

suche

 

recent contributions

Mein Gott...das ist echt...
Mein Gott...das ist echt eine schreckliche Geschichte...
Irene Coole Spiele (Gast) - 7. Dez, 15:11
krems und die scheinheiligkeit.
in krems, meiner schulstadt, ist was passiert. zwei...
laurenzennser - 9. Aug, 01:37
hi freaks.
wenige wochen nach der ep-wahl haben sich die fraktionen...
laurenzennser - 19. Jul, 20:33
Das perfideste an diesem...
Das perfideste an diesem komischen Protest ist ja,...
Mathias (Gast) - 14. Jul, 13:07
schwerer denkfehler
lieber laurenz, tut mir leid, aber ich seh' einfach...
Michael Bauer (Gast) - 7. Jul, 13:18
also mal halblang
man muss schon differenzieren: dass ö eine (viel)...
laurenzennser - 7. Jul, 10:33
spiel-satz-sieg für...
also über diesen beitrag muss ich mich schon sehr...
Michael Bauer (Gast) - 6. Jul, 20:20
free access to bullshit.
die nächste novelle zum universitätsgesetz...
laurenzennser - 6. Jul, 17:55

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB