härte zahlt sich aus.
mit einiger spannung habe ich auf die erste seriöse umfrage seit dem akutwerden der diskussion um asyl- und fremdenrecht gewartet. jetzt ist sie da, und bestätigt meine befürchtungen: die övp wird für ihren kurs mit 37 % belohnt, und hält den rechten rand durch ihre annäherung in schach (fpö: 12 %, bzö: 3 %). die grünen bleiben (was zu erwarten war) recht gut bei 13 %, die spö bleibt dank herumlaviererei bei 34 % stecken.
bei aller vorsicht gegenüber umfragen zeichnet sich gefährliche entwicklung ab. zwar erstarkt der rechte rand nicht, aber die großparteien können eindeutige schlüsse bezüglich ihrer ausländerpolitik ziehen: härte zahlt sich aus.
in den neunzigern hat haider die großparteien mit seinen parolen in eine schwere krise geführt. ein jahrzehnt später haben spö und vor allem övp daraus gelernt und machen seine politik.
bei aller vorsicht gegenüber umfragen zeichnet sich gefährliche entwicklung ab. zwar erstarkt der rechte rand nicht, aber die großparteien können eindeutige schlüsse bezüglich ihrer ausländerpolitik ziehen: härte zahlt sich aus.
in den neunzigern hat haider die großparteien mit seinen parolen in eine schwere krise geführt. ein jahrzehnt später haben spö und vor allem övp daraus gelernt und machen seine politik.
laurenzennser - 20. Okt, 23:35

Danke
aber es ist ja eigentlich kein wunder:
die spö können typische spö wähler nicht mehr wirklich wählen, wenn sie es anhand vom arigonafall bewerten. die müssten dann eigentlich nicht wähler werden oder zu den grünen gehen
zu fpö oder bzö braucht keiner mehr gehen, weil das jetzt die övp übernimmt - die verlieren, övp gewinnt.
die normalen övp wähler gehen sicher ned zur spö, weil die sich in diesem fall selbst aus dem spiel genommen hat und werden maximal zu nichtwählern, wenn sie schon nicht mehr "trotzdem" die övp wählen.
eigentlich müsste der "nichtwähler-anteil" in die höhe schießen nach meiner logik *g* - wenn man allein vom fall arigona ausgeht und dessen beeinflussung der wähler.
kruz gesagt: spö verliert, weil einige nicht mehr wählen wollen/wissen was sie wählen sollen, övp gewinnt von rechts und verliert ein bissl wähler, die zu nichtwählern werden. fpö/bzö verlieren, weil övp gleichen kurs nimmt plus mehr einfluss und noch zusätzliches wahlprogramm neben ausländerhass anbieten kann.
grüne bleiben leider grüne...
zudem finde ich, dass 1000 Leut eine zu kleine auswahl sind. ich kann mir durchaus vorstellen, dass es in wirklichkeit ganz anders aussieht. (Vielleicht hoff ich das aber auch nur)
wäre interessant,
es ist aber schon richtig, dass es in der spö so etwas wie eine antifaschistische und internationalistische tradition gibt, die nationalismen à la haider eigentlich entgegensteht. wenn man sich die wahlergebnisse der nr-wahlen aus den neunzigern und die jetzigen umfrageergebnisse anschaut, dann wird schon deutlicher, wer da die ehemals blauen stimmen besser an sich gebunden hat, sofern sie nicht zu nichtwählerInnen geworden sind.
nicht, dass das zur verteidigung der spö gereichen könnte, aber eines ist schon komisch: wenn sie strategisch auch wenig nutzen aus ihrer jetzigen position ziehen kann, warum nimmt sie nicht klarer stellung, sondern laviert so jämmerlich herum?