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Mittwoch, 2. Januar 2008

iowa!

man stelle sich einmal folgendes vor: in österreich stehen wahlen an. das wahlrecht legt die direktwahl des bundeskanzlers fest. in den parteien bringen sich verschiedene kandidaten in stellung. in verschiedenen vorwahlrunden küren övp und spö ihre spitzenleute. die erste richtungsweisende vorwahl findet in der großgemeinde langenlois statt, deren knapp achttausend einwohnerInnen schon jahrelang vor dem eigentlichen wahltermin mit fernseh- und radiospots, zeitungsinseraten, großflächenplakaten, kellergassenfest-besuchen, bierzeltparty-reden, straßenständen, umfrageanrufen etc. erfreut werden. ein knappes jahr vor der wahl entscheiden dann die langenloiserInnen (ca. 1 prozent der gesamtbevölkerung), wer gute, wer schlechte, und wer gar keine chancen hat auf das höchste amt im staat. weil die gesamte nation auf langenlois blickt, werden von den kandidatInnen keine kosten gescheut, in der weinstadt ihre schäfchen ins trockene (oder eben feuchtfröhliche) zu bringen.

am tag der vorwahl versammeln sich die langenloiserInnen bei gemütlichen nachbarschaftstreffen mit kaffee und einem achterl veltliner, und gruppieren sich um die sprecher für ihren bevorzugten kandidaten.

mal abgesehen davon, dass ich angesichts der marktschreierischen polit-dauerdröhnung auswandern würde: wählt man so einen präsidenten?

in den usa jedenfalls schon. wer ins mächtigste amt der welt will, muss zuerst einmal die kukuruzbauern aus iowa überzeugen. und wem das gelungen ist, sehen wir morgen.
Dieter Feierabend (Gast) - 3. Jan, 16:22

Vorwahlen

Das Problem in Amerika ist ja, dass es eigentlich nicht eine Wahl, sondern 50 sind, deswegen dürfen z.B. bei den Präsidentschaftswahlen die New Yorker ihr vorläufiges Endergebnis schon bekanntgeben während in Kalifornien noch gewählt wird. Betreffend den Arten der Vorwahlen gebe ich dir recht, dass es hier einiges durchaus veraltet ist.

laurenzennser - 3. Jan, 18:00

vielleicht sogar 51

denn die wahlmänner und -frauen wählen schließlich ja den präsidenten ...
Tom Schaffer (Gast) - 8. Jan, 12:26

sind aber an die vorgaben der wähler gebunden oder?
weltbeobachterin (Gast) - 4. Jan, 15:59

naja, ich würde ein Bundesstaat eher mit einem Bundesland vergleichen als mit einer Gemeinde, egal wie groß...

aber sonst hast du mit deiner Kritik recht.

juergenS - 4. Jan, 23:42

schauts mal

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laurenzennser

„Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben.“ (Kurt Tucholsky)

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laurenz ennser, *1982
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