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Mittwoch, 4. Juni 2008

Selbstzerstörungs Partei Österreichs

die spö könnte einem leid tun. selten noch hat eine partei nach einer gewonnenen (oder richtiger: nicht verlorenen) wahl so wenig aus ihrem erfolg gemacht. freilich hält sich mein bedauern in grenzen, gibt es doch handfeste gründe für den nicht gerade rosigen zustand der heimischen sozialdemokratie.

die erklärungsversuche in den printmedien reichen von intriganten landesorganisationen über des kanzlers kommunikationsprobleme bis zum zustand der europäischen linken im allgemeinen.

nun zerbreche ich mir nicht aus prinzip den kopf der spö, aber auch die grünen müssen sich fragen, in welchem zustand einer ihrer potentiellen regierungspartner ist. zumal es sich um jenen teil der koalition handelt, mit dem man inhaltlich in den letzten jahren noch etwas mehr gemeinsam hatte – obwohl die jüngsten entwicklungen in der steuerpolitik (erleichterungen für stiftungen, wegfall von erbschafts- und schenkungssteuer) oder die praktisch inexistente umweltpolitik von seiten der spö natürlich kein guter boden für eine zusammenarbeit sind.

trotzdem: warum turbulenzen in der regierung mit schöner regelmäßigkeit auf die spö und kaum auf die övp zurückfallen, das verwundert mich manchmal doch.
creature - 4. Jun, 23:21

spö wähler haben sich doch eine veränderung gewünscht, siehe die versprechungen wie abschaffen der studiengebühren oder keine eurofighter, nicht nur das davon keine rede mehr ist, spürbar ist alles gleichgeblieben wenn nicht gar die belastungen für jeden noch größer geworden sind.
man hat so den eindruck den politikern ist es das größte anliegen eu-standards zu erfüllen, oder gar musterschüler zu sein, aber sich nicht um die eigene bevölkerung zu kümmern.
siehe diskussion um die mineralölsteuer, senken?, nein, geht nicht ist der einzige satz des herrn bartenstein.
mag sein das es nicht geht, aber die art wie das kommuniziert wird ist eine katastrophe!

laurenzennser - 5. Jun, 00:44

nicht unwahr …

… aber ich hab schon das gefühl, dass hinter dem ganzen mehr steckt als die enttäuschung über gebrochene wahlversprechen. viel dürfte tatsächlich an der mangelnden bis nicht vorhandenen kommunikationskultur- und -struktur in der partei liegen …

laurenzennser

„Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben.“ (Kurt Tucholsky)

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laurenz ennser, *1982
• studienassistent institut f. soziologie (uni wien) • student (politikwissenschaft)
• gemeinderat (langenlois/nö)

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