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Samstag, 13. September 2008

es gibt noch eine chance.

die presse hat in ihrer jüngsten titelgeschichte recht anschaulich erklärt, warum nach der wahl nichts besseres kommen kann als davor schon da war.

alle umfragen zeigen
, dass nur eine große koalition oder eine regierung mit blau und orange eine mehrheit haben. das ist auf den ersten blick einleuchtend, aber ein paar weiterführende gedanken über mögliche alternativen seien hier angebracht:

1. bei allen varianten wird davon ausgegangen, dass weder das lif noch die liste dinkhauser ins parlament einzieht. zumindest die liberalen haben aber in anbetracht der bekanntheit der spitzenkandidatin und der finanziellen ausstattung eine realistische chance über vier prozent zu kommen.

2. zum regieren braucht man 92 mandate, nicht 51 prozent. wenn so viele kleinparteien antreten, dann saugen die gemeinsam gut fünf prozent der stimmen weg, vielleicht mehr. je nach rechnung verbilligt sich die mehrheit im nationalrat dadurch auf möglicherweise 47 prozent.

3. wenn das lif hineinkommt, die grünen die zwölf prozent bekommen, die sie momentan in umfragen haben, und eine der großparteien im niederen 30er-bereich landet, dann könnte sich etwas ausgehen.

4. vorbedingung dafür ist, dass es einer der beiden großparteien gelingt, die andere abzuhängen. im moment spricht da einiges für die spö, aber sie müsste schon noch kräftig zulegen, um sich deutlich abzusetzen.

es ist zwar eine schwache hoffnung, aber es gibt trotz derzeit trüber aussichten noch eine chance.
Andreas Lindinger (Gast) - 13. Sep, 23:36

Vorbedingung

Vorbedingung wäre meiner Meinung nach, dass die Grünen den Abstand zur FPÖ verringern. Die SPÖ hat schon viel erreicht wenn sie vor der ÖVP landet, mehr als 1,5% Vorsprung wirds da nicht spielen. Das LIF könnte laut Wahlbörsen und internen Erwartungen gleichauf mit dem BZÖ mit 6% auf Platz 5 liegen. Ob also der "linke" (rot-grün-lif) vor dem "rechten" (schwarz-blau-orange) Block liegt, wird sich im Duell um Platz 3 entscheiden, in welchem die Grünen leider laut Umfragen und Wahlbörsen relativ abgeschlagen hinter der FPÖ liegen. Ich hoffe daher, dass dieser Rückstand im Rennen um Platz 3 bis zur Wahl deutlich reduziert werden kann, denn die gute Performance von SPÖ gegenüber ÖVP und LIF gegenüber BZÖ wird sonst nicht reichen...

laurenzennser

„Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben.“ (Kurt Tucholsky)

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laurenz ennser, *1982
• studienassistent institut f. soziologie (uni wien) • student (politikwissenschaft)
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