wir sind scheißegal.
vorbei der wahlkampf, vorbei der wahltag. was bleibt, ist ernüchterung. nicht nur, dass die grünen ein ziemlich mediokres ergebnis eingefahren haben (und das als oppositionspartei bei denkbar schlechter regierungsperformance), vor allem schmerzt natürlich das historische hoch der rechtsparteien.
und damit zum für mich unerkläbaren teil des abends:
30 % der wählerInnen in österreich haben völlig vergessen, welche performance fpö und bzö in regierungsverantwortung an den tag gelegt haben. diesen beiden parteien wird anscheinend alles verziehen. und das ist das traurige: mit stumpfsinn und feindseligkeit kann man in diesem land völlig unabhängig von eigenen ideen, talenten und konzepten enormen politischen erfolg haben. da tut besonders das zurückrutschen hinter das bzö weh: diese nicht-partei, deren führungsfiguren sich im laufe ihrer politischen karriere zig-fach selbst diskreditiert haben, schnalzt mir nix, dir nix auf 11 prozent hinauf. wie soll man da nicht verzweifeln?
übrig bleibt eine erkenntnis: 1999/2000 hat schwarz-blau eine periode des machtwechsels zwischen rechtsregierungen und großen koalitionen eingeleitet – meiner ansicht schlägt das pendel jetzt wieder richtung schwarz-blau-orange aus, aber das werden die nächsten wochen zeigen.
für uns grüne und unsere rolle in der politischen landschaft österreichs gilt: wir sind und bleiben scheißegal.
___
p. s.: ich weiß, es klingt frustig, aber das lif hat mit seinem antreten genau das gegenteil dessen erreicht, was es wollte. den rechtsruck verhindert man nicht, indem man genau jene kräfte schwächt, die als einzige standhaft gegen strache, haider und co auftreten.
und damit zum für mich unerkläbaren teil des abends:
30 % der wählerInnen in österreich haben völlig vergessen, welche performance fpö und bzö in regierungsverantwortung an den tag gelegt haben. diesen beiden parteien wird anscheinend alles verziehen. und das ist das traurige: mit stumpfsinn und feindseligkeit kann man in diesem land völlig unabhängig von eigenen ideen, talenten und konzepten enormen politischen erfolg haben. da tut besonders das zurückrutschen hinter das bzö weh: diese nicht-partei, deren führungsfiguren sich im laufe ihrer politischen karriere zig-fach selbst diskreditiert haben, schnalzt mir nix, dir nix auf 11 prozent hinauf. wie soll man da nicht verzweifeln?
übrig bleibt eine erkenntnis: 1999/2000 hat schwarz-blau eine periode des machtwechsels zwischen rechtsregierungen und großen koalitionen eingeleitet – meiner ansicht schlägt das pendel jetzt wieder richtung schwarz-blau-orange aus, aber das werden die nächsten wochen zeigen.
für uns grüne und unsere rolle in der politischen landschaft österreichs gilt: wir sind und bleiben scheißegal.
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p. s.: ich weiß, es klingt frustig, aber das lif hat mit seinem antreten genau das gegenteil dessen erreicht, was es wollte. den rechtsruck verhindert man nicht, indem man genau jene kräfte schwächt, die als einzige standhaft gegen strache, haider und co auftreten.
laurenzennser - 29. Sep, 00:08
