links & rechts – parteien & wählerInnen
weil ich grad so schön auf dem statistik-trip bin: die european election studies (immer im jahr der europawahlen) informieren unter anderem über partei und selbst-wahrnehmungen auf der links-rechts-achse. während in der öffentlichen diskussion die geschichte mit links und rechts etwas mehr in frage gestellt wird, zeigen politikwissenschaftliche untersuchungen sehr wohl, dass das noch immer eine aussagekräftige begriffsdimension ist.
das sieht man auch anhand der daten für österreich von 2004. auf einer skala von 1 bis 10 werden kpö, grüne, spö, övp und fpö folgendermaßen eingestuft:

selbst = selbsteinstufung der wählerInnen (durchschnitt: 5,05)
parteien = parteieneinstufung aller befragten
parteienEig = parteieneinstufung der wählerInnen der jeweiligen partei
parteienG = parteieneinstufung der grünwählerInnen
parteienSP = parteieneinstufung der spö-wählerInnen
parteienVP = parteieneinstufung der övp-wählerInnen
parteienFP = parteieneinstufung der fpö-wählerInnen
zu beachten ist, dass es zwar abweichungen gibt, aber die einigkeit darüber, welche partei wo auf der links-rechts-achse liegt, ziemlich groß ist. natürlich spielt die aktuelle politische situation mit (damals schüssel II gerade wieder ein jahr im amt): grün-wählerInnen sehen die spö sehr nahe bei den grünen, das wäre wohlmöglich heute nicht mehr so. interessant: die distanz övp-fpö ist bei vp-wählerInnen viel kleiner als bei fpö-anhängerInnen. trotzdem: wo links und wo rechts ist, scheint ziemlich klar zu sein.
witzig daran: der größte abstand liegt zwischen spö und övp. jenen zwei parteien, die die mit abstand längste gemeinsame regierungserfahrung haben in diesem land.
p. s.: dass der durchschnitt in der selbsteinstufung der befragten bei 5,05 liegt, widerspricht der langjährigen erfahrung, dass es in österreich eine strukturelle konservative mehrheit gibt. es könnte v. a. daher kommen, dass die skala eine mitte vortäuscht (5), die keine ist. die tatsächliche mitte zwischen 1 und 10 liegt bei 5,5 – wer sich also in der mitte platzieren möchte und ohne viel rechnen 5 angibt, stuft sich damit als zu links ein. trotzdem: relativ zueinander bleibt die aussagekraft der werte erhalten.
das sieht man auch anhand der daten für österreich von 2004. auf einer skala von 1 bis 10 werden kpö, grüne, spö, övp und fpö folgendermaßen eingestuft:

selbst = selbsteinstufung der wählerInnen (durchschnitt: 5,05)
parteien = parteieneinstufung aller befragten
parteienEig = parteieneinstufung der wählerInnen der jeweiligen partei
parteienG = parteieneinstufung der grünwählerInnen
parteienSP = parteieneinstufung der spö-wählerInnen
parteienVP = parteieneinstufung der övp-wählerInnen
parteienFP = parteieneinstufung der fpö-wählerInnen
zu beachten ist, dass es zwar abweichungen gibt, aber die einigkeit darüber, welche partei wo auf der links-rechts-achse liegt, ziemlich groß ist. natürlich spielt die aktuelle politische situation mit (damals schüssel II gerade wieder ein jahr im amt): grün-wählerInnen sehen die spö sehr nahe bei den grünen, das wäre wohlmöglich heute nicht mehr so. interessant: die distanz övp-fpö ist bei vp-wählerInnen viel kleiner als bei fpö-anhängerInnen. trotzdem: wo links und wo rechts ist, scheint ziemlich klar zu sein.
witzig daran: der größte abstand liegt zwischen spö und övp. jenen zwei parteien, die die mit abstand längste gemeinsame regierungserfahrung haben in diesem land.
p. s.: dass der durchschnitt in der selbsteinstufung der befragten bei 5,05 liegt, widerspricht der langjährigen erfahrung, dass es in österreich eine strukturelle konservative mehrheit gibt. es könnte v. a. daher kommen, dass die skala eine mitte vortäuscht (5), die keine ist. die tatsächliche mitte zwischen 1 und 10 liegt bei 5,5 – wer sich also in der mitte platzieren möchte und ohne viel rechnen 5 angibt, stuft sich damit als zu links ein. trotzdem: relativ zueinander bleibt die aussagekraft der werte erhalten.
laurenzennser - 28. Nov, 19:03
