das powi-problem.
gestern gab es am institut für politikwissenschaft einen ziemlich lauten protestmarsch von studierenden, die ihrem ärger über die katastrophalen studienbedingungen luft gemacht haben. außerdem wurden forderungen nach verbesserungen der infrastruktur und besserer dotierung der lehre vorgebracht. berichte gab’s im standard und in der presse.
nun kann ich nach vier jahren studium (davon allerdings ein semester im ausland und eines mit geringer anwesenheit wegen zivildienst-ableistung) nur zustimmen, dass es diese probleme alle gibt und dass sie ernst genommen werden müssen (so wie in vielen anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen fächern).
es gibt aber noch ein anderes problem, das tiefer liegt und das zumeist von studierenden nicht aufgegriffen wird: das studium selbst muss inhaltlich und vor allem methodisch an qualität gewinnen. methoden (d. h. quantitative und qualitiative verfahren der sozialforschung) sind der schlüssel zu erfassen der wirklichkeit, das werkzeug, das ich brauche, um soziale phänomene wissenschaftlich untersuchen zu können. leider geben sich zu viele powi-kurse mit mehr oder weniger anekdotischer reproduktion von wissen zufrieden oder verkommen zu diskussionsforen über politische themen ohne wissenschaftliche reflexion.
und das ist es auch, was nach meinem eindruck bei vielen studierenden noch nicht angekommen ist: es ist eben kein studium der politik, sondern der politikwissenschaft.
zur zeit sieht es aber so aus als würden durch neubesetzungen von professuren leute ans institut kommen, die stärker in den internationalen forschungsbetrieb involviert sind, höhere ansprüche an die studierenden stellen und damit das niveau insgesamt heben.
nun kann ich nach vier jahren studium (davon allerdings ein semester im ausland und eines mit geringer anwesenheit wegen zivildienst-ableistung) nur zustimmen, dass es diese probleme alle gibt und dass sie ernst genommen werden müssen (so wie in vielen anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen fächern).
es gibt aber noch ein anderes problem, das tiefer liegt und das zumeist von studierenden nicht aufgegriffen wird: das studium selbst muss inhaltlich und vor allem methodisch an qualität gewinnen. methoden (d. h. quantitative und qualitiative verfahren der sozialforschung) sind der schlüssel zu erfassen der wirklichkeit, das werkzeug, das ich brauche, um soziale phänomene wissenschaftlich untersuchen zu können. leider geben sich zu viele powi-kurse mit mehr oder weniger anekdotischer reproduktion von wissen zufrieden oder verkommen zu diskussionsforen über politische themen ohne wissenschaftliche reflexion.
und das ist es auch, was nach meinem eindruck bei vielen studierenden noch nicht angekommen ist: es ist eben kein studium der politik, sondern der politikwissenschaft.
zur zeit sieht es aber so aus als würden durch neubesetzungen von professuren leute ans institut kommen, die stärker in den internationalen forschungsbetrieb involviert sind, höhere ansprüche an die studierenden stellen und damit das niveau insgesamt heben.
laurenzennser - 3. Apr, 15:34
