johannes hahn hat recht.
zumindest im prinzip. auch, wenn wenn die schaffung von legitimität durch selbst in auftrag gegebene umfragen ein absolut zweifelhaftes mittel ist. und auch, wenn die motive des wissenschaftsministers möglicherweise keine hehren sind, aber das zu behaupten wäre erstens kaffeesudleserei und zweitens für die sache selbst wenig relevant.
zur sache: der freie hochschulzugang in österreich ist ein relikt, das man behutsam entsorgen sollte. weder wurde dadurch die soziale selektion im bildungssystem behoben (da muss man im schulsystem ansetzen), noch wurde die qualität der studien erhöht.
kein anderes land in der eu verfügt über einen (mit ausnahme einiger fächer) freien und (großteils) kostenlosen hochschulzugang. selbst die ach so sozialen skandinavier (und das sind sie wirklich) haben ziemlich rigorose aufnahmebedingungen – allerdings sind das zumeist inhaltliche, keine finanziellen hürden.
nun liegt zwar die akademikerarbeitslosigkeit in österreich auf einem niedrigen niveau, die studienabbrecherquote ist aber sehr hoch. zynisch formuliert könnte man meinen, die leute werden hierzulande eben schon arbeitslos bevor sie ihren abschluss machen.
ein paar zahlen aus dem studium der politikwissenschaft an der uni wien zeigen die problematik:

blau sind die studienanfängerInnen, rot sind die absolventInnen. das missverhältnis zwischen jenen, die zu studieren beginnen und jenen, die tatsächlich auch abschließen ist ziemlich eklatant.
natürlich kann man sich auf den standpunkt stellen, dass die öffentliche hand akzeptable studienbedingungen für alle, die studieren wollen, zur verfügung zu stellen habe. tatsache ist, dass sich die budgets für die institute nicht plötzlich erhöhen, wenn auf einmal ein run auf ein studium einsetzt. im großen brauchen wir natürlich mehr studierende, höhere bildung für mehr menschen in österreich, gezielte programme (à la affirmative action) um migrantInnen und kinder aus bildungsfernen elternhäusern an die unis zu bringen. aber eine solide finanzierung eines studiums braucht halbwegs kalkulierbare studierendenzahlen.
der freie hochschulzugang hilft dabei genau gar nichts.
zur sache: der freie hochschulzugang in österreich ist ein relikt, das man behutsam entsorgen sollte. weder wurde dadurch die soziale selektion im bildungssystem behoben (da muss man im schulsystem ansetzen), noch wurde die qualität der studien erhöht.
kein anderes land in der eu verfügt über einen (mit ausnahme einiger fächer) freien und (großteils) kostenlosen hochschulzugang. selbst die ach so sozialen skandinavier (und das sind sie wirklich) haben ziemlich rigorose aufnahmebedingungen – allerdings sind das zumeist inhaltliche, keine finanziellen hürden.
nun liegt zwar die akademikerarbeitslosigkeit in österreich auf einem niedrigen niveau, die studienabbrecherquote ist aber sehr hoch. zynisch formuliert könnte man meinen, die leute werden hierzulande eben schon arbeitslos bevor sie ihren abschluss machen.
ein paar zahlen aus dem studium der politikwissenschaft an der uni wien zeigen die problematik:

blau sind die studienanfängerInnen, rot sind die absolventInnen. das missverhältnis zwischen jenen, die zu studieren beginnen und jenen, die tatsächlich auch abschließen ist ziemlich eklatant.
natürlich kann man sich auf den standpunkt stellen, dass die öffentliche hand akzeptable studienbedingungen für alle, die studieren wollen, zur verfügung zu stellen habe. tatsache ist, dass sich die budgets für die institute nicht plötzlich erhöhen, wenn auf einmal ein run auf ein studium einsetzt. im großen brauchen wir natürlich mehr studierende, höhere bildung für mehr menschen in österreich, gezielte programme (à la affirmative action) um migrantInnen und kinder aus bildungsfernen elternhäusern an die unis zu bringen. aber eine solide finanzierung eines studiums braucht halbwegs kalkulierbare studierendenzahlen.
der freie hochschulzugang hilft dabei genau gar nichts.
laurenzennser - 7. Apr, 10:53
