vermögenssteuern (2)
auf anregung von gerald bäck eine ergänzung zum thema vermögenssteuern. bäck bemerkt (im kommentar zu meinem vorigen eintrag) richtig, dass die meisten länder mit hohen vermögenssteueranteilen insgesamt recht niedrige abgabenquoten haben (z. b. die usa). und das ist bis zu einem gewissen punkt logisch: wenn insgesamt das steueraufkommen relativ zum bip nicht so groß ist, dann nehmen die vermögenssteuern einen größeren prozentsatz ein.
aber man muss schon differenzieren:

hier nochmal eine grafik aller oecd-staaten. auf der x-achse die abgabenquote (daten aus 2006), auf der y-achse der anteil der vermögenssteuern am steueraufkommen. man sieht, dass der von bäck beschriebene trend im groben zutrifft.
ABER: österreich (der grüne punkt) ist in einer extremsituation. denn alle staaten mit höherer abgabenquote (das sind die skandinavischen länder plus frankreich, italien und belgien) haben ebenfalls einen höheren anteil von vermögenssteuern am gesamtsteueraufkommen.
gestern hat der finanzminister seine budgetrede gehalten. die staatsverschuldung österreichs wird auf unglaubliche 78,5 % der bip ansteigen. dass vermögen hier komplett aus der pflicht genommen werden und die last der krise auf arbeit und konsum liegt, ist schlicht und ergreifend zutiefst sozial ungerecht.
aber man muss schon differenzieren:

hier nochmal eine grafik aller oecd-staaten. auf der x-achse die abgabenquote (daten aus 2006), auf der y-achse der anteil der vermögenssteuern am steueraufkommen. man sieht, dass der von bäck beschriebene trend im groben zutrifft.
ABER: österreich (der grüne punkt) ist in einer extremsituation. denn alle staaten mit höherer abgabenquote (das sind die skandinavischen länder plus frankreich, italien und belgien) haben ebenfalls einen höheren anteil von vermögenssteuern am gesamtsteueraufkommen.
gestern hat der finanzminister seine budgetrede gehalten. die staatsverschuldung österreichs wird auf unglaubliche 78,5 % der bip ansteigen. dass vermögen hier komplett aus der pflicht genommen werden und die last der krise auf arbeit und konsum liegt, ist schlicht und ergreifend zutiefst sozial ungerecht.
laurenzennser - 22. Apr, 10:39

VdB hat in der gestrigen Parlamentssitzung behauptet, dass eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes um 1% lediglich 10 Millionen Euro einbringt. Ok der Spitzensteuersatz hat wenig mit Vermögensteuern zu tun, aber man sieht schön, wie sehr diese Einnahmequelle überschätzt wird.
Das schlimme an der ganzen Diskussion ist, dass alle lediglich das bestehende Steuersystem ändern wollen, aber niemand auf die Idee verfällt ein gänzlich neues Steuersystem vorzuschlagen.
vorbilder?
klar: der preis dafür ist ein hohes steuerniveau. im prinzip kommt es da auf das gesellschaftsbild an. wenn man eine gesellschaft mit geringeren sozial ungleichheiten für erstrebenswerter hält (so wie ich), dann befürwortet man eben ein relativ hohes maß an umverteilung, also eben auch eine hohe abgabenquote.