am programm lag es nicht.
nein, das ist kein schönes ergebnis. die schlimmsten befürchtungen (so 8 % laut manchen umfragen) sind zwar ausgeblieben, aber grund zur freude besteht für die grünen – in österreich, muss man einschränken – nicht. europaweit haben die grünen gut bis hervorragend abgeschnitten:
luxemburg 17,4 %
frankreich 16,2 %
belgien 14,9 % (ecolo + groen!)
finnland 12,4 %
deutschland 12,1 %
schweden 10,8 %
…
dieses resultat kam teils durch massive zugewinne, teils durch gleichbleiben auf hohem niveau zustande. für die österreichischen grünen bedeutet das vor allem eines: am programm, an den inhalten – die ja europaweit einheitlich waren – kann es nicht gelegen sein. die niederlage ist also hausgemacht. interne querelen um die spitzenkandidatur, eine mediokre kampagne, das sind die zutaten für eine schmerzliche niederlage.
zwar deutet die hochrechnung inklusive wahlkarten darauf hin, dass das zweite mandat erreicht wird und am ende doch ein zweistelliges ergebnis vorliegt. trotzdem deuten einige zahlen auf die strukturellen probleme hin: selbst am schwärzesten wahltag der sozialdemokratie in der geschichte schaffen es die grünen (als einzige!), an die spö stimmen zu verlieren. zudem zahlt sich ein eu-kritischer kurs für die grünen ganz eindeutig nicht aus. laut sora-wahlanalyse bekommen die grünen praktisch keine stimmen aus dem eu-skeptischen lager, ihre wählerInnen sind überaus pro-europäisch (82 % zustimmung zur mitgliedschaft gegenüber 54 % in der gesamtheit).
zurück zum europäischen vergleich: vielleicht kann man von den anderswo erfolgreichen grünen etwas lernen. wahlniederlagen sind sehr selten monokausal, genauso wie wahlsiege. es gilt also an vielen rädchen zu drehen, damit nächstes mal wieder ein plus herausschaut.
luxemburg 17,4 %
frankreich 16,2 %
belgien 14,9 % (ecolo + groen!)
finnland 12,4 %
deutschland 12,1 %
schweden 10,8 %
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dieses resultat kam teils durch massive zugewinne, teils durch gleichbleiben auf hohem niveau zustande. für die österreichischen grünen bedeutet das vor allem eines: am programm, an den inhalten – die ja europaweit einheitlich waren – kann es nicht gelegen sein. die niederlage ist also hausgemacht. interne querelen um die spitzenkandidatur, eine mediokre kampagne, das sind die zutaten für eine schmerzliche niederlage.
zwar deutet die hochrechnung inklusive wahlkarten darauf hin, dass das zweite mandat erreicht wird und am ende doch ein zweistelliges ergebnis vorliegt. trotzdem deuten einige zahlen auf die strukturellen probleme hin: selbst am schwärzesten wahltag der sozialdemokratie in der geschichte schaffen es die grünen (als einzige!), an die spö stimmen zu verlieren. zudem zahlt sich ein eu-kritischer kurs für die grünen ganz eindeutig nicht aus. laut sora-wahlanalyse bekommen die grünen praktisch keine stimmen aus dem eu-skeptischen lager, ihre wählerInnen sind überaus pro-europäisch (82 % zustimmung zur mitgliedschaft gegenüber 54 % in der gesamtheit).
zurück zum europäischen vergleich: vielleicht kann man von den anderswo erfolgreichen grünen etwas lernen. wahlniederlagen sind sehr selten monokausal, genauso wie wahlsiege. es gilt also an vielen rädchen zu drehen, damit nächstes mal wieder ein plus herausschaut.
laurenzennser - 8. Jun, 09:32
