krems und die scheinheiligkeit.
in krems, meiner schulstadt, ist was passiert. zwei jugendliche brechen in einen supermarkt ein, die polizei rückt an, es fallen schüsse, ein jugendlicher stirbt, der zweite wird schwer verletzt.
bevor man irgendwelche schnellen schlüsse zieht: niemand kann bisher genau sagen, was passiert ist. war das anwenden von schusswaffen leichtfertig oder gerechtfertigt? haben die polizistin und ihr kollege vorschnell gezogen oder auf eine reale bedrohung mit einer notwehrhandlung reagiert?
all das kann nur eine sorgsame und transparente aufklärung des tatherganges beantworten.
es ist auch nicht so sehr der tragische tod eines vierzehnjährigen, der mich beschäftigt. vielmehr stimmt mich der umgang von medien und politik mit der angelegenheit bedenklich. dazu ein paar anmerkungen:
1. es ist erstaunlich, wie polarisierend die diskussionen im öffentlichen wie privaten kreis verlaufen. vorschnelle schuldzuweisungen an beide seiten gibt es zuhauf.
2. es ist zudem verwunderlich, wieviel mediale aufmerksamkeit dieser tragische vorfall erhält. in österreich stirbt nicht zum ersten mal eine person durch eine kugel aus einer polizeiwaffe. selten wird darüber so ausführlich berichtet. der mediale wirbel um krems ist allein mit der wegen sommerlochs herrschenden ebbe in den nachrichtenredaktionen nicht zu erklären.
3. was am meisten verstört: so sehr skepsis gegenüber der österreichischen exekutive aufgrund der erfahrungen aus der vergangenheit angebracht ist, so sehr stört mich die scheinheiligkeit vieler parteinahmen für das schicksal des getöteten jugendlichen. wäre nicht ein 14-jähriger österreicher sondern ein 41-jähriger moldawier/rumäne/ukrainer/… unter diesen umständen zu tode gekommen, die öffentliche meinung hätte sich längst geschlossen hinter der exekutive versammelt.
bevor man irgendwelche schnellen schlüsse zieht: niemand kann bisher genau sagen, was passiert ist. war das anwenden von schusswaffen leichtfertig oder gerechtfertigt? haben die polizistin und ihr kollege vorschnell gezogen oder auf eine reale bedrohung mit einer notwehrhandlung reagiert?
all das kann nur eine sorgsame und transparente aufklärung des tatherganges beantworten.
es ist auch nicht so sehr der tragische tod eines vierzehnjährigen, der mich beschäftigt. vielmehr stimmt mich der umgang von medien und politik mit der angelegenheit bedenklich. dazu ein paar anmerkungen:
1. es ist erstaunlich, wie polarisierend die diskussionen im öffentlichen wie privaten kreis verlaufen. vorschnelle schuldzuweisungen an beide seiten gibt es zuhauf.
2. es ist zudem verwunderlich, wieviel mediale aufmerksamkeit dieser tragische vorfall erhält. in österreich stirbt nicht zum ersten mal eine person durch eine kugel aus einer polizeiwaffe. selten wird darüber so ausführlich berichtet. der mediale wirbel um krems ist allein mit der wegen sommerlochs herrschenden ebbe in den nachrichtenredaktionen nicht zu erklären.
3. was am meisten verstört: so sehr skepsis gegenüber der österreichischen exekutive aufgrund der erfahrungen aus der vergangenheit angebracht ist, so sehr stört mich die scheinheiligkeit vieler parteinahmen für das schicksal des getöteten jugendlichen. wäre nicht ein 14-jähriger österreicher sondern ein 41-jähriger moldawier/rumäne/ukrainer/… unter diesen umständen zu tode gekommen, die öffentliche meinung hätte sich längst geschlossen hinter der exekutive versammelt.
laurenzennser - 9. Aug, 01:15


