neuer
nebenjob und stressiger studienbeginn haben die lange stille auf diesem blog verursacht. sorry dafür! ich gelobe den versuch zur besserung.
die konstituierende sitzung des parlaments im allgemeinen und die wahl von
martin graf zum dritten nationalratspräsidenten im besonderen bewegen mich aber zu später stunde doch noch zu ein paar anmerkungen:
1. der rechtsruck findet statt. zwar wird vielerorts zurecht darauf hingewiesen, dass die wählerInnen ende september mehr aus protest denn aus ideologischen motiven zu fpö und bzö gestoßen sind. aber die personen, die die protestierenden mit ihren stimmen ins parlament gehievt haben, repräsentieren rechte bis rechtsextreme positionen. martin graf ist nur einer von ihnen.
2. die großparteien haben aus taktischem kalkül (vor allem die övp braucht die fpö als drohszenario in den koalitionsverhandlungen, aber auch die spö will sich nichts verscherzen) von jeglichen versuchen abgesehen, die fpö zur nominierung eines weniger kontroversiellen kandidaten zu bewegen.
3. die grünen müssen laut bleiben als stimme gegen die abstumpfung. dass 30 % des elektorats kein problem mit parteien haben, die ein uneindeutiges verhältnis zum nationalsozialismus pflegen, ist ein trauriges österreichisches spezifikum. akzeptieren muss man es deswegen nicht.
laurenzennser - 29. Okt, 01:36
„Jede blonde, blauäugige Frau, das heißt, jede Frau mit deutscher Muttersprache braucht drei Kinder, weil sonst holen uns die Türkinnen ein.“
so spricht der fp-landesobmann von oberösterreich, lutz weinzinger, im wahlkampf. return of the mutterkreuz quasi als beitrag zur rassischen gesundheit des volkskörpers.
übrigens: rund ein viertel aller wählerInnen werden dieser partei oder ihrem kärntner ableger ende september ihre stimme geben.
laurenzennser - 16. Sep, 13:54
an jenem nicht übertrieben heißen sommernachmittag, von dessen ungetrübt blauem großstadthimmel herab die sonne sich redlich aber vergeblich mühte, peter w.s herz nach der herbsten all seiner ihm in erinnerung gebliebenen niederlagen – zumindest jener der jüngeren vergangenheit – mit ein paar sonnenstrahlen zu wärmen, war traurige gewissheit geworden, was er immer – zuunrecht, wie seine liebsten in ehrlicher aber schließlich für die harte wirklichkeit blinder zuneigung behauptet hatten – befürchtet hatte.
jenes land, für das er so lange und so leidenschaftlich wie kaum einer seiner zeitgenossen, die sich nun in scharen – soweit dieser ausdruck angesichts der zahlenmäßgen größe seiner bewegung überhaupt noch adäquat erschien – von ihm abzuwenden drohten, gekämpft und gelitten hatte, war drauf und dran, ihm, dem kind jener arbeitersiedlungen, denen er, nachdem er ihnen entwachsen war – im herzen stets den wurzeln treu bleibend – so vieles zurückgegeben hatte von dem, was ihm dort in jungen jahren widerfahren war, ihm, der für das wohl seiner heimat bereit war, bis zur geistigen und körperlichen selbstaufgabe zu gehen – eine grenze, die er öfter als ihm lieb überschreiten musste –, ihm, der kaum eine last, kaum eine bürde als zu groß empfand, wenn sie es wert war, für die menschen dieses landes, für seine heimat getragen zu werden, ihm den rücken zuzukehren.
dabei hatte an jenem denkwürdigen abend alles so gut begonnen – nun, um ehrlich zu sein, er hatte viel früher schon um einiges bessere tage gesehen, aber zum damaligen zeitpunkt war der kleine erfolg, den er zugegebenermaßen unter kräftiger mithilfe des alten mannes aus dem süden errungen hatte – seine eigene strahlkraft alleine litt zu diesem zeitpunkt ein bisschen, was er sich vornahm, mit umso mehr elan in den auseinandersetzungen der kommenden jahre wieder auszugleichen –, dieser kleine erfolg war jedenfalls grund zu aufrichtiger freude, und auch zum feiern, wie er, dessen temperamentvolles gemüt zu solchen anlässen richtig auf touren kam, fand.
und genau dieses temperament war es, das ihm zum verhängnis wurde, als er in bester feierlaune, und – zugegeben – freudentrunken im siegesrausch des erfolgs der kleinen aber feinen bewegung, als deren retter er noch in die schlacht um die gunst des volkes gegangen war, zu einem seiner mitstreiter, einem mann von jenem schlag, der im gegensatz zu ihm nicht mit der feinen klinge des scharfen wortes, sondern der stumpfen wucht der groben fäuste gesegnet war, jene unheilvollen worte sprach, deren widerhall von den wänden der den eindruck der zwielichtigkeit nur oberflächlich kaschierenden spelunke ihm noch wochenlang schlaflose nächte bereiten sollte:
„hauts de oaschlecha ausse!“
laurenzennser - 30. Jul, 01:21
das bzö tritt an!
oranger spitzenkandidat in nö wird ein altbekannter: hans-jörg schimanek, der übrigens noch immer einen wohnsitz in meiner heimatgemeinde langenlois hat. in den letzten jahren war er der spitzenkandidat für alle fälle: bei der letzten nö gemeinderatswahl für die fpö-opal langenlois, bei der letzten wiener wahl für das bzö wien, und jetzt für die orangen zum nö landtag.
ob es dem bzö in nö gelingt, das
wiener ergebnis zu übertreffen?
laurenzennser - 7. Feb, 12:04
hc strache sucht freunde. weil in österreich aber viele menschen gar nicht nett zu ihm sind (außer dem sich anbiedernden bzö), hofft hc, dass er außerhalb von österreich freunde finden kann. ausländer also!
aber werfen wir doch einen blick auf die damen und herren, die sich tatsächlich mit hc abgeben wollen:
1. da wäre einmal der altbekannte
front national um
jean-marie le pen, der auch mit jugendlichen 79 noch immer der gleiche antisemit und rassist ist wie immer. in seiner freizeit schwafelt er gerne über unbedeutende historische „details“ wie konzentrationslager und gaskammern.
2. weiters gibt’s da die belgischen freunde vom vlaams belang, vormals vlaams blok. diesen namen mussten sie aber wegen offener ausländerdiskriminierung aufgeben. trotz
erfolgs bei wahlen in jüngerer zeit haben die anderen belgischen parteien den vlaams belang von der regierungsbildung kategorisch ausgeschlossen.
3. die illustre runde wird von
wolen siderows bulgarischer ataka komplettiert. über die politischen qualitäten dieser herrschaften sagt
dieser artikel ziemlich alles aus. vielleicht gibt’s ja bald auch österreichisch-bulgarische feiern zu ehren von
david irving.
nette freunde hat sich hc da gesucht. jedenfalls passen sie zu ihm und seiner fpö.
laurenzennser - 25. Jan, 17:06